Wie die Datenschutzerklärung bei Facebook aussehen muss

Der Europäische Gerichtshof (EuGH) hatte am 05.06.2018 entschieden, dass Unternehmen, die eine Facebookseite (sog. Fanpage) betreiben, gemeinsam mit Facebook für die Einhaltung des Datenschutzes verantwortlich sind. Denn bei mehreren Verantwortlichen muss vertraglich zwischen ihnen festlegt werden, wer welche Verpflichtungen aus der nunmehr geltenden DSGVO übernimmt. Weitere Einzelheiten zum Urteil sind hier zu finden. Inbesondere war umstritten, wer die Fanpage-Besucher eigentlich über die Datenerhebung informieren soll – Facebook oder der Seitenbetreiber selbst.

Mehr als drei Monate nach dem Urteil hat nun endlich Facebook reagiert. Zum 11.09.2018 hat das Unternehmen seine Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) geändert. Jetzt ist dort geregelt, dass Facebook gemeinsam mit dem Fanpage-Betreiber verantwortlich ist und die Verantwortung für die Bereiche Informationspflichten, Betroffenenrechte sowie Datensicherheit einschließlich der Meldung von Datenschutzverletzungen übernimmt.

Das bedeutet für den Fanpage-Betreiber selbst, dass er lediglich eine umfassende Datenschutzerklärung in die eigene Unternehmensseite integrieren muss einschließlich notwendiger Informationen zum Zweck bzw. der Rechtsgrundlage der Datenverarbeitung. Außerdem ist Facebook als gemeinsamer Verantwortlicher zu benennen. Zudem sollten die Besucher darüber informiert werden, welche Rechte sie gegenüber Facebook geltend machen können und wie sie dabei vorgehen können. Dabei sollte auf die Datenschutzinformation von Facebook hingewiesen und verlinkt werden.

So schwierig ist es letztendlich also gar nicht, den Datenschutz über Facebook und andere social Media sicherzustellen.

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